Case Story · Agentic AI · Agentische Softwareentwicklung

Agentic AI: Wie wir KI-Agenten
in der Softwareentwicklung beherrschbar machen

Agentic AI verändert, wie Software entsteht: KI-Agenten übernehmen zunehmend mehrstufige Aufgaben eigenständig. Das bringt Geschwindigkeit — und ein neues Kontrollproblem, wenn niemand festlegt, welche Rolle ein Agent gerade einnimmt und wo seine Grenzen liegen. Mit unserem Framework AIRelay definieren wir Rollen, Workflows und Regeln einmal — providerneutral, unabhängig von der jeweils eingesetzten Agenten-Lösung.

Beliebig vieleeigene Rollen und Workflows — frei definierbar statt vorgegeben
7 Rollenin unserem eigenen Beispiel-Workflow, mit echten Verzweigungen
0Bindung an eine bestimmte Agenten-Plattform
Jede Übergabezwischen Rollen lückenlos und revisionssicher dokumentiert

Die Herausforderung

Agentic AI verspricht Autonomie —
und liefert zuerst ein Kontrollproblem

Je eigenständiger ein KI-Agent über mehrere Schritte hinweg arbeitet, desto mehr entscheidet er in einem einzigen undifferenzierten Strang: was das Ziel ist, wie er vorgeht, was er baut, ob es funktioniert hat, und wann er aufhört. Das sind unterschiedliche Tätigkeiten mit unterschiedlichen Fehlerbildern — und genau ihre Vermischung ist der Grund, warum Agenten ihren eigenen Geltungsbereich ausweiten, unnötig arbeiten und sich am Ende selbst die Note geben. Das gilt unabhängig davon, ob Agenten Code schreiben, Dokumente bearbeiten oder Prozesse automatisieren — und unabhängig von der eingesetzten Plattform.


Alltagsprobleme

Und unsere Antwort darauf

Zehn wiederkehrende Probleme aus dem Alltag mit KI-Agenten — und wie wir jedes davon beantworten.

Das Problem im Alltag
  • Eine Rolle ist nur eine Bitte im Prompt — ein Agent mit weitreichenden Rechten kann sie übergehen.
  • Ein Agent entscheidet Anforderung, Umsetzung und Abnahme in einem Zug und bewertet am Ende seine eigene Arbeit.
  • Jede eingesetzte Agenten-Plattform verlangt ihre eigene, händisch gepflegte Konfiguration.
  • Im Fehlerfall improvisiert der Agent, weil niemand festgelegt hat, was dann passiert.
  • Volle Testläufe nach jeder Kleinigkeit, unangeforderte Umbauten „solange man schon dabei ist".
  • Standardlösungen zwingen ein Team in fremde Rollen und Abläufe.
  • Über viele kleine Änderungen hinweg verwildert eine Codebasis.
  • Bei einer Prüfung lässt sich nicht zeigen, wer wann welche KI-gestützte Entscheidung getroffen hat.
  • Wechselt eine Aufgabe zwischen Personen oder Teams, geht Kontext verloren.
  • Ob der vereinbarte Prozess eingehalten wurde, lässt sich im Nachhinein kaum zeigen.
Unsere Antwort
  • Rollengrenzen sind technisch erzwungen, nicht nur formuliert.
  • Klare Rollentrennung mit unabhängiger Prüfung — eine Rolle prüft nie die eigene Arbeit.
  • Eine einzige Prozessdefinition, egal wie viele oder welche Agenten-Lösungen im Einsatz sind.
  • Jede Fehlerart hat eine feste, dokumentierte Route — keine Überraschungen im Ernstfall.
  • Kostendisziplin ist Teil des Prozesses, nicht dem Zufall oder dem Agenten überlassen.
  • Rollen und Workflows sind frei definierbar — bis zur Übernahme des eigenen Prozesses.
  • Architektur- und Scope-Regeln gelten für jede Aufgabe gleich — auch nach der hundertsten Änderung.
  • Jede Rolle, jede Entscheidung, jede Übergabe ist dokumentiert — Grundlage für AI Governance.
  • Der komplette Entscheidungsweg ist revisionssicher festgehalten — ein anderes Team kann übernehmen.
  • Jede Übergabe ist dokumentiert und nachvollziehbar — mit Begründung, nicht nur mit Ergebnis.

Ein Prinzip, keine Plattformbindung

Unabhängig von der eingesetzten
Agenten-Lösung

Ob mit Coding-Agenten, mit Automatisierungsplattformen wie n8n, mit anderen Agenten-Frameworks wie Hermes oder mit mehreren davon gleichzeitig gearbeitet wird: Rollen, Workflows und Regeln werden vollständig werkzeugneutral beschrieben und erst am Ende auf das jeweilige System übersetzt. Das Prinzip ändert sich nicht, wenn sich das eingesetzte Werkzeug ändert — der Prozess wird nicht neu erfunden, nur weil eine neue Agenten-Lösung dazukommt oder eine alte abgelöst wird.

Coding-Agenten
Automatisierungsplattformen (z. B. n8n)
Agenten-Frameworks (z. B. Hermes)
eigene Systeme

Unser Workflow als Beispiel

Sieben Rollen, sieben Stufen,
echte Verzweigungen

So sieht ein vollständiger Entwicklungsprozess bei uns aus. Auf eine Rolle klicken für Ziel und Route. Erst die Verzweigungen unten machen daraus einen echten Prozess statt einer Linie.

Stufe 1
Discovery
Solutions Engineer
Ziel & Route
Stufe 2
Architektur
Software Architect
Ziel & Route
Stufe 3
Umsetzung
Software Engineer
Ziel & Route
Stufe 4
Security-Review
Security Reviewer
Ziel & Route
Stufe 5
UX-Review
UX Reviewer
Ziel & Route
Stufe 6
Technischer Review
Technical Reviewer
Ziel & Route
Stufe 7
Fachliche Abnahme
Functional Tester
Ziel & Route
Verzweigungen — was passiert, wenn es nicht glatt läuft
Zurück zur Umsetzung
bei Implementierungsfehlern aus jeder späteren Prüf-Stufe
Zurück zur Architektur
bei Architekturfehlern
Zurück zur Discovery
wenn sich die Anforderung als unklar erweist
Menschliche Entscheidung
wenn der Prozess selbst nicht weiterweiß (blockiert)

Jede dieser Verzweigungen ist vorab festgelegt, nicht dem Agenten überlassen — genau das macht aus einem Flussdiagramm mehr als eine Illustration: eine verbindliche Landkarte, an die sich jeder Agent hält, unabhängig davon, welche konkrete KI ihn gerade ausführt.


Die Vorteile

Was das im Alltag bedeutet

Kontrolle & Governance
01

Beherrschbar machen

Rollengrenzen sind keine Empfehlung, sondern technisch durchgesetzt. Freigabe-Gates sitzen genau dort, wo ein Prozess sie braucht — nicht überall und nicht nirgends.

02

AI Governance

Jeder Schritt, jede Annahme, jede Entscheidung eines Agenten ist als eigene, dokumentierte Übergabe festgehalten — nachvollziehbar für jede spätere Prüfung.

Qualität
03

Qualität sichern

Rollen, die unabhängig prüfen, prüfen tatsächlich unabhängig — bis hin zum eigenständigen erneuten Testlauf, statt der vorherigen Stufe zu glauben.

04

Nachhaltige Code-Qualität

Architektur- und Scope-Regeln gelten für jede einzelne Aufgabe gleich. Codequalität bleibt über viele Änderungen und Agenten-Läufe hinweg konsistent, statt zu verwildern.

Zusammenarbeit & Flexibilität
05

Teamübergreifendes Arbeiten

Weil der Entscheidungsweg revisionssicher dokumentiert ist, kann eine Aufgabe zwischen Personen und Teams wechseln, ohne dass Kontext verloren geht.

06

Frei definierbare Rollen

Eine neue Rolle ist kein Grundsatzbeschluss, sondern ein Profil — wie ein Skill, sofort für jeden Prozess verfügbar.

07

Frei definierbare Workflows

Vom schnellen Drei-Schritte-Prozess bis zu unserem eigenen Entwicklungsworkflow — der Prozess passt sich der Arbeitsweise an.

08

Plattformunabhängig

Ein Prinzip für jede Agenten-Lösung, heute und morgen — eine neue Plattform heißt nicht, den eigenen Prozess neu zu erfinden.

Wirtschaftlichkeit
09

Kosten sparen

Testdisziplin, Scope-Disziplin und der Verzicht auf unangeforderte Umwege sind im Prozess verankert. Eine Prozessdefinition für alle eingesetzten Agenten-Lösungen erspart die mehrfache Pflege paralleler Konfigurationen.


Das Ergebnis

Aus einer Prozessdefinition wird für
jede Agenten-Lösung die richtige Anweisung

So steuern wir, wie KI-Agenten in der Softwareentwicklung vorgehen — welche Rolle sie gerade einnehmen, was sie dürfen, wann sie stoppen müssen und wer eingreift, bevor produktiv wird, was noch nicht freigegeben ist. Rollen und Workflows sind von Anfang an auf die eigene Arbeitsweise zuschneidbar, bleiben über alle eingesetzten Werkzeuge hinweg synchron, und jede Übergabe ist revisionssicher dokumentiert.


Was wir tun

Wir setzen nicht nur auf Agentic AI —
wir geben ihr einen Prozess

Wir übersetzen bewährte Engineering-Disziplin — Rollentrennung, klare Übergänge, Testdisziplin, revisionssichere Nachvollziehbarkeit — in ein Modell, das für jede eingesetzte Agenten-Lösung funktioniert. Das kommt nicht nur unserer eigenen Entwicklung zugute, sondern jedem Projekt, in dem wir Agentic AI kontrolliert, nachvollziehbar und mit belegbarer Qualität einsetzen.


Kontakt

Fragen zu Agentic AI im eigenen Team?

Wie sich KI-Agenten in der eigenen Softwareentwicklung beherrschbar machen lassen — unabhängig von der eingesetzten Plattform. Wir teilen gern, wie wir Rollen, Workflows und Regeln für Agentic AI definieren und dauerhaft durchsetzen.

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